Doch kein generelles Böllerverbot?!

Längerer Teil-Lockdown so gut wie sicher

Nach stundenlangen Beratungen der Regierungschefs der Bundesländer gibt es keine ernsthaften Zweifel mehr, dass die Corona-Maßnahmen in Deutschland verlängert werden. Die „erhoffte Trendwende“ sei noch nicht erreicht.

    
Geschlossene Gaststätte

Die Verlängerung des Teil-Lockdowns in Deutschland – mindestens bis kurz vor Weihnachten – ist so gut wie sicher. Die Ministerpräsidenten der Bundesländer einigten sich darauf, dass die bis Ende November befristen Maßnahmen zunächst bis zum 20. Dezember fortgeführt werden sollen, wie die Deutsche Presse-Agentur dpa erfuhr. Eine endgültige Entscheidung soll am Mittwoch getroffen werden, wenn die Regierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel konferieren.

„Keine Entwarnung“

Gastronomiebetriebe sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen, die seit Anfang November dicht sind, dürften somit weiter geschlossen bleiben. Im Gespräch sind zudem schärfere Kontaktbeschränkungen für private Treffen und womöglich eine erweiterte Maskenpflicht an Schulen. Noch offen ist, ob es Ausnahmen für Gebiete mit niedriger Inzidenz geben soll.

Die Corona-Zahlen hätten sich zwar auf hohem Niveau stabilisiert. Es könne aber längst keine Entwarnung gegeben werden, heißt es in einem Papier, das die Grundlage für die Beratungen am Montagabend bildete. „Die erhoffte Trendwende konnte im November noch nicht erreicht werden, bisher ist lediglich ein ‚Seitwärtstrend‘ zu beobachten.“

Doch kein generelles Böllerverbot?!

In der Debatte über ein mögliches Feuerwerksverbot an Silvester sollen sich die Bundesländer auf einen Kompromiss verständigt haben. So solle das Böllern „an belebten Plätzen und Straßen“ untersagt werden, heißt es. Grundsätzlich sei das Abbrennen von Feuerwerkskörpern aber noch erlaubt.

FeuerwerkSollten 2020 nach dem Willen der Bundesländer nicht gekauft werden: Feuerwerkskörper

An die Bürger dürfte der Appell gerichtet werden, in diesem Jahr auf das Knallen zu verzichten. Öffentlich veranstaltete Feuerwerke – wie etwa am Brandenburger Tor in Berlin – soll es nicht geben.

wa/fw (dpa, afp)

Quelle: https://www.dw.com/

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