der Begriff Affen wird als Volksverhetzung anerkannt?

Ja, da wird doch der Affe im Dschungel verrückt …

Moin zusammen,

naja … allein Affen wohl nicht wirklich … aber lies selbst:

Ich hatte gerade ein nettes Gespräch mit einem freundlichen Beamten. Ist euch eigentlich schonmal aufgefallen, dass eigentlich alle Beamte in BC ziemlich freundlich sind? Nein, ehrlich. Ich krieche doch hier keinem in den Arsch. Das ist wirklich so. Wenn ich da andere Berichte aus anderen Städten lese, kann man das kaum glauben. Oder ich hatte bisher einfach nur Glück? Aber zurück zum Thema …

Jedenfall der Beamte machte klar, dass er, wie wohl auch manch Anderer, wie auch jemand aus Ulm, die Aussage „schwarze Affen“ – auch wenn ich die Aussage auf die Affen beziehe, die sich nicht an die Gesetze im Land halten, als Volksverhetzung gelten würde.

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kurz zu dem Bild – muß man verstehen – das wird nicht als Volksverhetzung angesehen, soweit ich das im I-Net recherchieren konnte. Liegt evtl daran, dass es kein Weißer gesagt hat. 

Das hieße also, wenn ich verbrecherische oder dumme Deutsche, egal ob aus der Regierung oder einer Gruppe von Linken, die mal wieder auf Sheriffs einschlagen oder dämliche Gesetze vorschlagen (z. B. soll die Polizei in Bremen in Zukunft doch bitte unbewaffnet durch die Gegend ziehen – doch, tatsächlich … lies selber), dann betreibe ich ebenfalls Volksverhetzung gegen eine Auswahl an meinen Landsmännern? Das hieße, ich könne mich selber Volksverhetzen?

Äh Moment, wieso „hieße“ … das habe ich ja schon mehrfach gemacht. – Nein, nicht hetzen, ich habe die einfach als <Bezeichnung ihrer Gruppe / Gesinnung> Affen genannt. Und kein dämlicher, deutscher Irgendwas hat mich da bisher drauf aufmerksam gemacht? Oh man, … was für …. ihr ahnt es schon, welchen Begriff ich jetzt gerne genommen hätte 😀

Wäre es dann besser, ich würde anstatt des Wortes Affen lieber ein Schimpfwort nehmen? Nun, wenn man mich als Affen bezeichnet, fühle ich mich persönlich angenehmer überrascht, als wenn man mich als Arschloch bezeichnen würde. Aber das ist nur meine Meinung.

Außerdem erreiche ich doch mit meiner Wortwahl genau das, was ich von Anfang an vor hatte – Aufmerksamkeit … und zwar die Aufmerksamkeit, dass sich jeder damit auseinandersetzt, was ich im Internet finde und veröffentliche. Und so, wie die normale Presse schreibt, ist das manchmal peinlich ungenau recherchiert oder manchmal stark übertrieben oder (wie z. B in Polizeiberichten) untertrieben (z. B. bekommen erst immer das Pack … oder die Rechten die Schuld … bevor dann manchmal  eine andere Wahrheit ans Licht kommt).

Aber sowas kann man natürlich nicht jedem Affen … ich will jetzt echt nicht Arschloch schreiben – lach … erklären 😀

Was ich da noch Witziges zu gefunden habe, selbst Computerprogramme betreiben mit ihrer dummen Intelligenz dann auch Volksverhetzung. Ja echt! seht selbst:

Flickr taggt schwarze Menschen als Affen

Gut gemeint ist oft genug nicht gut gedacht – gerade, wenn es um Algorithmen geht. Die Foto-Seite Flickr entschloss sich kürzlich, Fotos automatisch taggen zu lassen. Das heißt, ein Algorithmus ‚erkennt‘, was auf Bildern zu sehen ist und kümmert sich um die Verschlagwortung. Wie der Guardian berichtet, führt das dazu, dass schwarze Menschen vom Algorithmus als „Affen“ erkannt werden. weiterlesen

Bekommt jetzt der Programmierer so richtig Ärger? Der arme Kerl – lach 😀

Aber gut, bleiben wir mal bei der Beleidigung oder Titulierung „Affen“ – ich nehme dieses Wort einfach zu gern in den Mund und gehen einfach mal auf den § 130 Volksverhetzung ein:

(1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,

1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder
2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

zu 1) ganz klar nein. Ich rufe niemanden auf, etwas gegen das geltende Gesetz zu tun.

zu 2) auch ganz klar nein. Denn ich bezeichne nur die als Affen, die sich entweder nicht an geltendes Recht halten oder die sich unsozial gegenüber ihren Gastgebern oder Andersgläubigen tätlich verausgabt.

  • z. B. Christen über Board werfen oder Frauen, die nicht seiner … schreibt man da jetzt ethnischen Gruppe? … angehören, handgreiflich zu belästigen (was ist da nicht berühmter als Silvester in Köln 😀 … äh, ist das nicht Störung des öffentlichen Friedens gewesen?)
  • z. B. wenn eine Politikerin High-Five mit einem Anhänger eines Diktators macht – und das im TV (Münchner Sicherheitskonferenz)
  • achja, und nicht vergessen, ich leugne auch nicht die Straftaten, die im Dritten Reich begangen worden sind. Nicht, dass mir das jetzt auch noch Einer unterstellen will.

wo wart ihr A…. Äh…. Deutschen denn da, als da jemand mit Menschen liebäugelt (die Grünen), der Menschenrechte mit Füßen tritt? warum regen sich darüber so wenige auf? Ok, ich habe mich da auch nur einmal drüber ausgelassen. Oder soll ich das so verstehen, dass alle Grünen jetzt auch zu den Diktatoren gewechselt haben? Oh man, … Gott muß dumme Menschen mögen – er macht so viele davon.

Natürlich habe ich mir auch den Rest vom § 130 durchgelesen. Tut mir leid, aber ich bin dann doch zu blöd, ich finde mich da nicht wieder. Ich gebe zu, dass ich tatsächlich knapp daran vorbeirutsche. Aber das ist doch der Sinn der Sache. Nur wenn ich … nenne ich das mal … aufreizende Worte wähle, nur dann lacht ihr mich entweder aus oder findet mich scheiße oder stimmt mir zu. Und dann weiß ich, ihr habt mich wirklich gelesen und seid dann selber offener und vorsichtiger in Zukunft oder ihr hattet einfach nur mal wieder was zu lachen oder zu lästern – macht daraus, was ihr wollt.

Aber schaue ich mir dann diesen Fall an (siehe Link weiter hinten im Satz) und mich jemand genauso verstehen will, dass ich schwarzer Affe zu einer bestimmten Person sagen würde, egal ob sie straffällig wäre oder nicht, sondern einfach nur aufgrund seiner Herkunft – so wie diese Aussage hier – dann weiß ich, dass derjenige einfach gar nicht verstehen will. Dann will er einfach nur ein bißchen Hetzen. Ist ja gegen Deutsche so einfach. Die kommen dann nicht mit der Familie vorbei bringen handfeste Argumente vor 😀

Komischerweise hat man mir die Frage gestellt, was wäre, wenn ich so angefeindet werden würde.

Zeigt mir erst einmal, dass der Fragesteller mich nicht verstanden hat – oder will, oder will er mich in die rechte Ecke schieben? Aber … gute Frage, die ich allerdings so nicht beantworten kann. Denn ich versuche mich dem Land anzupassen, in das ich gehe und deren Gesetze einzuhalten – und nicht zu brechen. Denn nur weil Deutsche in Polen Autos klauen, kann ich doch nicht schreiben, dass alle Deutschen Autodiebe sind! Das waren in dem Fall eben nur ein paar deutsche Affen, die den Hals nicht vollkriegen können.

Ah, ich habe die Frage falsch verstanden – es war nicht gemeint, was wäre, wenn ich böse oder gut wäre, sondern was wäre, wenn ich aufgrund meiner Hautfarbe angefeindet werden würde. Hat zwar mit meinen Berichten nichts zu tun, aber ich versuche trotzdem mal darauf einzugehen.

Ganz einfach, wenn man Rassismus ausüben will, dann geht das angeblich nur in eine Richtung … klingt komisch, is aber so 🙂 denn:  – Rassismus gegen Weiße gibt es gar nicht – also selbst wenn ich mich ganz bewußt hätte rassistisch äußern wollen, dann geht das wohl eh nur in eine Richtung. Die Frage erinnert mich zudem an meine Bundeswehrzeit (wobei ich eigentlich Berufssoldat werden wollte, aber leider zu viele Knochenbrüche / Verletzung hatte, dass ich nicht genommen wurde – äh, nicht ganz … um mich als Rotarsch einzuziehen, dafür hat es den Führungskräften (oder wer auch immer damals ausgesucht hat) dann doch gereicht).

Aber warum erinnert mich das an die Bundeswehrzeit?

Ich habe viele Jungs gekannt, die wollten nicht zum Bund, weil die wollten keine Waffe in die Hand nehmen (Frieden schaffen ohne Waffen und so ein Zeug). Gerüchteweise gab es da wohl dann diese dämliche Frage: „Was würden Sie tun, wenn Sie ein Gewehr in der Hand hätten und ein bewaffneter Irgendwer greift ihre Freundin / Frau an?“ Was erwarten die dann für eine Antwort? „Ich erschieße meine Frau, damit sie nicht leiden muß?“ Bescheuerte Frage von dämlichen Af…. lassen wir das.

Kommen wir zurück zu der Frage, die mir gestellt wurde und friemeln mal kurz die Möglichkeit des Rassismus etwas auseinander – dazu will ich mir jetzt aber nicht die Mühe machen und nehme einfach einen Auszug aus einer Intenetseite:

Warum Weiße nicht Opfer von Rassismus sein können

15. SEPTEMBER 2012

Häufig erzählen Weiße, die einen Freiwilligendienst im Globalen Süden gemacht haben, dass sie nun wüssten, wie sich Rassismus anfühlt, da sie in ihren Gastländern regelmäßig selbst Opfer von Rassismus geworden wären. Oftmals argumentieren sie dann, dass sie sich nun solidarischer zu PoC verhalten wollen, da sie am eigenen Leib erfahren haben, wie schlimm es ist, rassistisch diskriminiert zu werden. Wer in der Bildungsarbeit rund um die Freiwilligendienste aktiv ist, fragt sich oft, wie am besten gegen solch ein Verständnis von Rassismus argumentiert werden kann. Hier ein Versuch:

  • Rassismus ist eine Erfindung Weißer und dient dazu, Weiße zu erhöhen.
  • Rassismus ist historisch gewachsen und eng mit Kolonialismus, Versklavung, Erniedrigung und Unterdrückung verwoben. Die Geschichte von Weißer Überlegenheit prägt auch heute noch sowohl die deutsche Gesellschaft als auch die globale Politik und hat Auswirkungen auf vielen Ebenen, z.B. Wirtschaft, Medien und Bewegungsfreiheit.
  • Rassismus prägt unsere Sozialisation, die Art und Weise, wie wir uns selbst und die Welt betrachten sowie unseren Handlungsspielraum, den wir persönlich und gesellschaftlich haben. Wir haben verinnerlicht, ob wir von Rassismus profitieren oder diskriminiert werden und das hat auch Auswirkungen auf unser Verhalten. Gelegentliche Diskriminierungserfahrungen von Weißen heben weder ihre privilegierte soziale Positionierung noch ihre erlernten Verhaltensweisen auf.
  • Rassismuserfahrungen zu machen bedeutet, (potentiell) auf zwischenmenschlicher (z.B. in Begegnungen), gesellschaftlicher (z.B. in Medien) und institutioneller Ebene (z.B. im Bildungssystem) rassistisch diskriminiert zu werden. Die verschiedenen Ebenen beeinflussen sich gegenseitig und müssen gemeinsam betrachtet werden.
  • Weiße können zwar situativ diskriminiert werden, befinden sich aber sowohl in Deutschland als auch global gesehen trotzdem in einer gesellschaftlichen Machtposition.
  • Weiße können sich in der Regel aussuchen, wann sie sich an einen Ort begeben, an dem sie nicht die Definitionsmacht besitzen und wann sie ihn wieder verlassen. Sie sind nicht gezwungen, sich in Strukturen zu begeben oder Medien zu konsumieren, in denen Weiße diskriminiert werden.
  • Auf der Position zu beharren, dass Weiße Rassismuserfahrungen machen, bedeutet eine Relativierung und Verharmlosung von Rassismuserfahrungen von PoC.
  • Das Reden über eigene Diskriminierungserfahrungen kann eine Strategie von Weißen sein, von ihren Privilegien abzulenken und die eigene privilegierte Position als „normal“ darzustellen.

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Aber, vielleicht war es ja auch ein Linker, der diesen Stein ins rollen gebracht hat. Wie jeder weiß, schmeißen da viele von denen gerne mit Steinen und finden Deutschland eh Scheiße und sind eh dafür, dass alle Menschen nach Deutschland kommen dürfen – egal, wie sie sich aufführen. Wirklich so offen sind die und so egal ist denen das?

Ginge es nach den Linken, so bräuchte kein anderes Land Flüchtlinge aufzunehmen, weil Deutschland alle aufnehmen würde. … Fängt doch eigentlich mal gut an. Aber dann … weiterlesen

So, ich habe jetzt keine Lust mehr zu schreiben und nehme mir erst einmal die Zeit für einen braunen Kaffee (ich mag den nämlich nicht schwarz. Ist mir zu bitter, echt jetzt).

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